Große Zuhörerschaft wenns drum geht, wie ich im Alter leben möchte
Trotz des lauen Sommerabends sind viele gekommen, um von Christa Gnann (Gemeinwesensarbeiterin in Grünkraut) und Andreas Knitz (Architekt) Informationen und Anregungen zu erhalten, auf veränderte Bedürfnisse zu reagieren und Wohnformen kennenzulernen. Schnell wird klar: eine Blaupause als eine goldene Lösung fürs Wohnen im Alter gibt es nicht und kann von den Referenten nicht geliefert werden. Denn eines steht fest: Jede und jeder hat unterschiedliche Anforderungen und ganz verschiedene Ausgangssituationen. Diese individuellen Fragestellungen können wohl nur in der direkten Betrachtung des Einzelfalls ausgelotet werden. Der Zeitpunkt um die aktuelle Wohnform anzupassen ist ebenso individuell, doch herrscht meistens in einem Punkt Einigkeit: „Hätte ich es doch schon früher angepackt...“
Mit der Beratungsprämie des Landes Baden-Württemberg wird beispielsweise eine Erstberatung mit einem Architekten gefördert (Antragsstellung über die Kommune), zur Prüfung welche Maßnahmen im bestehenden Wohnraum möglich sind, um Wohnfläche anzupassen, zu verkleinern oder zu splitten. Durchaus sind solche Projekte mit Aufwand verbunden, gleichzeitig ist es ein großer Gewinn in der gewohnten Umgebung, im eigenen Umfeld bzw. in der liebgewonnenen Nachbarschaft bleiben zu können und dabei gerüstet zu sein mit mehr Komfort und weniger Mühe.
„Habe ich alles was ich brauche? Brauche ich alles was ich habe?“, wichtige Fragestellungen, die Christa Gnann aus ihrer Tätigkeit mitgebracht hat und allen Personen auf den Weg gibt, deren Lebensphase sich ändert und z.B. die eigenen Kinder flügge geworden sind.
Wir danken den Kooperationspartnern fürs möglich machen sowie den Referenten für den Einblick und sind überzeugt, dass der Vortrag bei dem ein oder der anderen für Denkanstöße gesorgt hat.
Albert Gmeinder hat mit seinem Beispiel, hier vor Ort in Aitrach, den Vortrag ergänzt.